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Radfahren und Westmecklenburg

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1.Tag
Spornitz-Matzlow-Garwitz-Malchow-Möderitz-Parchim-Spornitz
Tourlänge: 30 Km
2.Tag
Krakow am See-Serrahn-Dobbin-Glave-Bossow-Möllen-Krakow am See
Tourlänge: 35 Km


1.Tag
Kurzurlaub in Westmecklenburg, 5 Tage im Landhotel Spornitz. Spornitz liegt an der B 191 zwischen Parchim und Neustadt-Glewe, auch andere interessante Städte wie Lübs, Ludwigslust, Grabow, Plau am See und Krakow am See liegen in Reichweite. Die erste Radtour ging nach Parchim, dabei nutzten wir auch den Mecklenburgischen Seenradweg. Start direkt am Hotel: über Wirtschaftswege und der Landstraße zwischen Sp0rnitz und Matzlow erreichten wir Matzlow, wo es dann auf dem Mecklenburgischen Seenradweg weiterging. Im Ortsteil Garwitz, unmittelbar hinter der Kanalbrücke nach rechts fahren und dem Eldekanal oder auch als Neue Elde bezeichnet folgen. Kurz vor der Brücke ist rechts das Eldebad zu sehen. Wir folgen den gut befahrbaren Radweg direkt an der Neuen Elde. Es finden sich idyllische Plätze, gut für ein Picknick geeignet. Die Ruhe wird nur kurz durch ein vorbei fahrendes Boot unterbrochen. An einer Brücke nach links auf die Landstraße einschwenken und bis Malchow fahren. Hier in Malchow war die Ausschilderung nicht so toll, statt die Landstraße nach Möderitz zu benutzen fuhren wir direkt im Ort wieder zur Elde hinunter und setzten die Fahrt fort. Diese Entscheidung war nicht so gut, kein Radweg, mehr ein wenig befahrender Weg für Landwirtschaftliche Fahrzeuge. Zum Glück war der Weg frisch gemäht. Doch irgendwann erreichten wir einen Badesteg, der gut besucht war, 8 Frauen und Männer verbrachten hier ihre Freizeit. Wir kamen schnell ins Gespräch über Gott und die Welt. Ins Wasser sind wir nicht gesprungen. Dann aber den kürzesten Weg nach Möderitz und weiter auf einer Landstraße nach Parchim. Bei meinen Radtouren versuche ich immer auf separaten Radwegen zu fahren, nur wenn es anders nicht möglich ist, stelle ich mich dem Kraftverkehr. In Parchim angekommen, eine ausgiebige Pause bei einem Radler im Freibad am Wockersee.

Pausenstopp im Freibad am Wockersee

Parchim hat einige Sehenswürdigkeiten zu bieten, mit dem Fahrrad war alles schnell zu erreichen.
Die Bauten, in der für Norddeutschland so typischen Backsteingotik, sind besonders sehenswert.
Hier ein Link zu einem Flyer, der diese Bauten vorstellt—–> mehr erfahren
Nach dem Stadtbummel in Parchim, Rückfahrt auf einem frisch erbauten Radweg direkt an der B191, nach 11 Km hatten wir unser Hotel in Spornitz erreicht. Dabei fiel mir auf, dass dieser mit großem Aufwand (Kosten) gebaute Radweg, kein Einzelfall ist. Überall trifft man auf neue Radwege die direkt neben Bundesstraßen gebaut. Zum Beispiel B96, zwischen Löwenberg und Oranienburg und zwischen Fürstenberg/Havel und Neustrelitz, oder auch an der B 110 auf Rügen. Für die Anwohner ist es bestimmt super, wenn sie zum Einkaufen mit dem Fahrrad in die nächste Stadt fahren können oder auch für Radfahrer die in kürzester Zeit viele Kilometer zurück legen wollen. Doch bei alle dem sollten die Fernradwege wie z.B der Mecklenburgische Seenradwege oder Radweg Berlin-Kopenhagen nicht zu sehr vernachlässigt werden, sei es in der Fahrbahnbeschaffenheit oder in der Ausschilderung. Diese Radwege verlaufen hauptsächlich durch landschaftlich tolle Gebiete, und hierbei trifft der Satz „Der Weg ist das Ziel“ immer wieder zu.

Gutshaus Glave am Krakower See

2.Tag
Bevor wir die zweite Radtour um den  Krakower See starten, haben wir kleinere Touren mit dem Auto und die Räder huckepack unternommen. Die Städte Neustadt-Glewe, Ludwigslust, Grabow und das Naturschutzgebiet Lewitz mit dem Jagdschloss Friedrichsmoor waren die Ziele. Ganz kurz in Stichpunkten: Neustadt mit der Burgbesichtigung und dem Neuen Schloss von außen, Ludwigslust im Schlossmuseum, Grabow (einen Laden mit Schaumküssen haben wir nicht gefunden) mit einer kleinen Altstadt voller Fachwerkhäuser und die Lewitz mit dem Jagdschloss. Die Anzahl der Links zeigt es ist viel zu entdecken.
Doch jetzt zur „Um den See“ Radtour.
Bei der Umrundung des Krakower See haben wir uns an den Radatlas Mecklenburgische Seen von „bikeline“ gehalten. In der Tour 8 ist es sehr gut beschrieben.
Mit dem Auto fuhren wir zu unseren Ausgangspunkt nach Krakow am See. Als Parkplatz nutzten wir die Parkmöglichkeiten am Einkaufszentrum in der Nähe des ehemaligen Bahnhofes. Entsprechung der Beschreibung fahren wir im Uhrzeigersinn um den Krakower See. Als erstes benutzen wir den Radweg an der L37, ab der Abzweigung Möwenweg fahren wir auf dem ausgeschilderten Fernradweg „Berlin-Kopenhagen“ weiter. Den Campingplatz lassen wir rechts liegen, Möglichkeiten zur Einkehr sind vorhanden. Der erste tolle Ausblick auf den See befindet sich am Abzweig nach Seegrube.


Kurz vor Serrahn überqueren wir die Nebel einen  kleinen Fluss, der hier den Krakower See verlässt.
Von dort bahnt sie sich ihren Weg in nordöstlicher Richtung durch das Nebel-Durchbruchstal, in dem eine Endmoräne in einer mittelgebirgsartigen Landschaft durchbrochen wird. Anschließend erreicht die Nebel Güstrow, den größten Ort am Fluss. Es gibt Infotafeln auf denen das Naturschutzgebiet erklärt wird und auch Wanderwege aufgezeigt werden. Sollte man sich merken!
Nach 1,5 Km erreichen wir  SerrahnHier gibt es einiges zu sehen, die Dorfkirche, das ehemalige Zollhaus „Alte Post“ und eine alte Dorfschmiede mit einer Vorhalle die durch 4 Säulen gestützt wird. Außerdem gibt es einen Hofladen mit Imbissangebot.
Die Alte Post wird genau wie die Rehabilitationsklinik  vom Serrahner Diakoniewerk genutzt. Hier wird Suchtkranken Hilfe geboten.
Weiter geht die Tour Richtung Zielitz, entlang am Serrahner See, ein Teil des Krakower See, hier kommt alles zusammen was von einer „Um den See“ Radtour erwartet wird: Tolle Aussichten auf den wunderschönen See und traumhafte Badestellen die zu einem Badestopp einladen. Vorbei geht es am Van der Valk Golfhotel, golfen mit Blick auf den See. Ein Restaurant lädt auch Radfahrer zur Einkehr ein. In der Folge passieren wie drei Dörfer mit langer Geschichte, mit Guts- und Herrenhäusern und einem Schloss, das die Wirren des 20.Jahrhunderts nicht überstanden hat. Das wären in der Reihenfolge – Zietlitz, Dobbin und Glave. Über die Links zur Webseite „Herrenhäuser und Schlösser in Mecklenburg-Vorpommern“ ist viel über die Geschichte dieser Sehenswürdigkeiten zu erfahren.

Mit steten Blickkontakt zum Kummerower See und Rastplätzen zum ausruhen erreichen wir die Bundesstraße. Nach dem Überqueren nutzen wir einen unbefestigten Radweg, spätesten nachdem eine stillgelegte Eisenbahnlinie gekreuzt wurde herrscht Zuckersandalarm, teilweise muss das Rad geschoben werden. Sehr anstrengend und und die Sturzgefahr fährt ständig mit, also Vorsicht. Nach 1,5 Km biegen wir rechts Richtung Bossow ab. Die Ausschilderung ist nicht so toll, ab und zu ein Schild das auf die Güstrower Radwege verweist. Eine Karte oder ein Navi wären angebracht. In Bossow zwischen den Häusern rechts abbiegen und die Bundesstraße überqueren, über den Oberseeweg kommen wir zu Obersee, ein Teilabschnitt des Krakower  See. Auf asphaltierten Wirtschaftswegen fahren wir Richtung Möllen. Herrliche Ausblicke eröffnen sich uns auf den Krakower See, der wie in einem Tal vor uns lag. Am Ausblick Dr. Neubauer machten wir eine längere Pause. Zurück in Krakow erwartete uns das Fischerfest, bisschen bummeln beim Fischer einkehren, ja dann wurde es Zeit die Fahrräder aufzuschnallen und den Rückfahrt nach Spornitz anzutreten.


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