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Radfahren und Alfred Wegener

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Menz-Rheinsberg-Zechlinerhütte-Canow-Strasen-Großmenow-Menz
Tourlänge: 52 Km


Was braucht eine gute Radtour? Ein Ziel, gutes Wetter, gute Einkehrmöglichkeiten, ein Rad das rollt und einen Weg der radfahrtauglich ist.
Alles dies war vorhanden, als ich an einem sonnigen Septembertag meine Tour nach Zechlinerhütte, zum Alfred Wegener Museum antrat. Dieses kleine Museum war heute mein Ziel, schon oft vorbei geradelt, wollte ich es endlich einmal von innen besehen.
Ohne Zwischenstopp, in einem Ritt (19 Km), fuhr ich von Menz bis zum Museum in Zechlinerhütte. Obwohl ein Halt in Rheinsberg hätte sicher auch seinen Reiz, der Wochenmarkt war aufgebaut, etwas in der Buchhandlung wühlen, schauen was es in der Touristen-Info Neues gab, oder eines der vielen Restaurants, die sich auf das Mittagsgeschäft  mit den Tagestouristen vorbereiteten.
Doch Alfred Wegener war das Ziel. 2 Euro Eintritt, und schon war man mitten im ewigen Eis von Grönland. Doch der Reihe nach. Schnell war geklärt, warum hier dieses Museum. 1886 kauften die in Berlin lebenden Eltern von Alfred Wegener, das ehemalige Direktorenhaus (das Geburtshaus der Mutter von A.W.) der Weißglashütte, als Sommerhaus. Hier verbrachte die Familie viel Zeit mit ihren Kindern, die hier früh ihre Liebe zur Natur entdeckten.
Den Mittelpunkt des ersten Raumes bildet eine Ballongondel und erinnert daran, das A.W. zusammen mit seinem Bruder, während ihrer Tätigkeit im Aeronautischen Observatorium Lindenberg bei Beeskow, mit 52,5 Std.einen Dauerrekord für Ballonfahrer aufgestellt hatten. Nachdem man sich mit dem Lebenslauf, den Studien und den verschiedenen Tätigkeiten vertraut gemacht hat, ist es Zeit, für einen tollen 20 minutigen Film, über seine Grönlandexpedition 1930. In diesem Film werden nur Originalaufnahmen gezeigt. Die Motorschlitten mit Propellerantrieb sehen sehr futuristisch aus. Ein Sprecher, mit pathetischer Stimme erklärt alles aufs genauste und man erfährt auch, wie es dazu kam, das Alfred Wegener im ewigen Eis blieb. Sehr informativ! Ein paar Möbel und Bücher aus dem Sommerhaus vervollständigen das Bild aus der Kindheit von A.W..
Ein gelungener Museumsbesuch, auch die“Kleinen“ haben einiges zu bieten.
Nach dem Museumsbesuch Mittagessen in Zechlinerhütte, im Restaurant „Hüttensee„. Wiedermal Zander, diesmal auf Weißweinsoße, mit Gurkensalat, den, wenn ich kochen könnte, genauso zubereiten würde.
Weiter ging es den Radweg nach Canow, den ich zum ersten mal benutzte (bisher fuhr ich immer direkt nach Kleinzerlang oder kam von der Diemitzer Schleuse nach Canow oder umgekehrt). Erwähnenswert, kurz vor Canow befindet sich ein Angelteich, mit Fischereiimbiss. Der Radweg nach Canow ist asphaltiert und separat, sehr gut.
Canow ist ein Dorf, in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte, eingebettet zwischen vielen Seen und direkt an der Havel.
Viele Restaurants, Einkaufs- und Übernachtungsmöglichkeiten, lassen es zu einem beliebten Urlaubsort werden.
Die Strecke von Canow nach Strasen (6 Km) ist Bestandteil einiger Radwege (siehe Bild – Halbe Strecke Canow-Strasen), teilweise ist er in einem schlechten Zustand, besonders der letzte Abschnitt vor Strasen. Zum schlechten Ausbaustand kommt hinzu, dass er sehr schmal und unübersichtlich ist. Aber irgendwie schafft man es immer wieder, ein Lichtblick, man kommt an zwei schönen kleinen Seen vorbei, wobei der Trünnensee sehr klar ist und zum Bade einladet.
Kurz vor dem Ortseingang in Strasen gibt sich das Dorf sehr exotisch, ein schöner Rastplatz befindet sich zwischen einer Alpaka- und Rentierzucht, wie die Straußenfamilie hierher kommt ist mir nicht ganz klar, vielleicht gibt es auch eine Straußenfarm. Ein Besuch der Dorfkirche mit dem alten innerdörflichen Friedhof (in den meisten Dörfern ist von diesen, früher üblichen Friedhöfen nichts mehr zu sehen) lohnt sich. Im Restaurant „Zum Löwen“, direkt an der Schleusenbrücke, war Kaffee und Kuchen angesagt, man sitzt hier herrlich an der Havel und kann sehen wie sich die Boote (vom Faltboot bis zur pompösen Yacht)  zum schleusen sammeln. Sehr schöner Platz.
Die restlichen 16 Km von Strasen nach Menz, über Großmenow und Dagow sind schnell absolviert. Zu Hause angekommen, kurze Pause bei einer Flasche Bier und ab zu einem Bade im Roofensee, der schöne Altweibersommer fordert förmlich dazu auf.
Ein schöner Tag klingt aus…
(ja ich weiß, dass eine oder andere „schön“war zu viel, aber gut, es war eben schön…)

Ergänzungen zum Betrieb des Museums

hier erfahren sie mehr —–> zum Beitrag


Ein Kommentar

  1. Tolle Tour und super beschrieben!
    Wir konnten die Strecke 1:1 am Osterwochenende zu viert fahren.

    Über die gesamte Strecke verteilt haben wir wunderschöne Rastplätze gefunden und konnte die Sonne genießen.
    Die Seen entlang der Strecke laden zum Reinspringen ein. Leider war es dafür noch zu kalt 🙂

    Ideal um mal aus dem viel befahrenen Berlin raus zu kommen.
    Wir konnten mit unseren Rennrädern gut auf den augebauten Radwegen fahren.

    Durch die verlinkte, downloadbare Karte konnte man sich auch ohne Internet von seinem Handy führen lassen.
    Dafür haben wir die App „GPX Viewer“ benutzt:
    https://play.google.com/store/apps/details?id=com.vecturagames.android.app.gpxviewer

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