radtouren-Brandenburg

planen erleben teilen

Radfahren, Gransee und der Stechlinsee-Radweg

| Keine Kommentare

Ein weiterer Abschnitt des Stechlinsee-Radweges ist fertiggestellt. Der neuneinhalb Kilometer lange Radweg auf der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Gransee und Schulzendorf ist am 29.04.2017 offiziell eröffnet worden. Er kostete knapp 170 000 Euro pro Kilometer. Da ich leider zu diesem Festakt nicht dabei sein konnte, stand es fest, dass ich so schnell als möglich eine Testfahrt unternehme werde. Wäre natürlich interessant gewesen die Übergabe in Gransee, mit der in Menz zu vergleichen, ich berichtete ausführlich. Mehr dazu im Blog  Das Band ist zerschnitten.
Also ab die Post. Die Hinfahrt nach Gransee ging über altbekannte Wege. Menz-Zernikow-Seilershof-Neulögow-Altlüdersdorf-Gransee.
Siehe auch  Radfahren, Gransee und Museum. Angekommen in Gransee ist es Mittagszeit, Zeit um die neue Location von Micha (ehemals „Zur Alten Bäckerei“) zu besuchen. Sie befindet sich jetzt in der Rudolf-Breitscheid-Straße, mit neuer Überschrift „Zum Ackerbürger“. Passender Name zur Granseer Tradition als Ackerbürger-Stadt. Das Essen wie immer super und auch der neue Gastraum ist jetzt größer und freundlicher. Noch kurz in der Touristen-Information (im Stadtmuseum) vorbei geschaut, ein Flyer zur neu eingeführten Knotenpunktwegweisung in Oberhavel war schnell gefunden. Also ab jetzt „Radeln nach Zahlen“, die Knotenpunkte vermitteln schon einige Informationen, aber ich bereite meine Radtouren lieber ohne Zahlen vor. Hier eine kleine Probe aus dem Zahlengeflecht „Zwischen Rheinsberg und Gransee“, als positiv ist zu bewerten , der  Flyer ist Landkreis übergreifend, eben Ruppiner (Seen) Land. Als letztes zu diesem Thema ein Link zu allen Teilabschnitten des Flyers. Mehr über Radeln nach Zahlen im Ruppiner Seenland erfahren —–> Link.


Doch dann ist es Zeit  für die Rückfahrt. Für die Rückfahrt wird der Stechlinsee-Radweg genutzt. Start am Franziskanerkloster Gransee und schon sind wir auf dem neuen Teilabschnitt Gransee-Schulzendorf. Super Radweg, eine wahre Radautobahn, bis Schulzendorf verläuft er komplett auf der ehemaligen Bahntrasse der Stechlinsee-Bahn. Schon nach 300 m sind wir in einem Feuchtgebiet, den Ausläufern des Geronsee, hier musste einiges bewegt werden um die Bahntrasse aufzuschütten. Nach dem Passieren der Landesstrasse L222 von Gransee nach Menz kommen wir langsam aber sicher in landwirtschaftliches Hoheitsgebiet Wiesen, Felder und Spargel, viel Spargel, Monokultur vom feinsten, am Ende sollen es über 700 Hektar sein. Doch ein blühendes Rapsfeld , Klatschmohn und Kornblumen sind ein tolles Kontrastprogramm. Schönermark und Sonnenberg werden nur tangiert, die Kirchtürme lugen in der Ferne zwischen den Häusern hervor. Kleiner Hinweiß an die Radwegplaner und Ortsbeiräte am Radweg: Info-Tafeln über die Dörfer rechts und links des Weges ,Informationen über „Offene Kirchen“, gibt es Gaststätten, Imbisse, Bäcker, Fleischer oder Ähnliches. Kurz vor Schulzendorf erreichen wir den Gedenk- und Rastplatz Schlacht bei Schulzendorf“. Ein Guckloch  in der kunstvoll gestalteten Schautafel gewährt ein Blick auf das wahrscheinliche Schlachtfeld, schöner Ort für eine mögliche Pause. Der ehemalige Bahnhof in Schulzendorf wirkt schon etwas aufgestockt, aber die Geschmäcker sind verschieden (siehe Galerie). Von Schulzendorf bis Großwoltersdorf fahren wir auf normalen Landstraßen. Besonders zwischen Wolfsruh  und Großwoltersdorf ist Vorsicht geboten: schmale Straße ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Anhalten um Holunderbeeren zu pflücken ist fast lebensgefährlich, denn die Büsche stehen direkt am Straßenrand und der Autofahrer sieht die störenden Radfahrer erst sehr spät. Ein Highlight des Stechlinsee-Radweges ist der direkt am Weg liegende Werkshof -Wolfsruh. Die Familie Lux steht Besucher sehr aufgeschlossen gegenüber, schnell kommt es zu interessanten  Gespräche. Auf der  Augenweide sollte man ganz in Ruhe alleine weiden, es gibt beeindruckende Kunst: Skulpturen fügen sich harmonisch in die Wiesenlandschaft ein, Sitzgruppen laden zum verweilen ein und ein 2 km langes Labyrinth vervollständigt die Augen(Kunst)wiese. Besonders war ich von der Gewächshausgalerie begeistert, Grafiken, Keramikbilder, Siebdrucke und Skulpturen verschmelzen zu einer fantastischen Einheit.

Gewächshausgalerie auf dem Werkshof Wolfsruh

Bei der Besichtigung des Ateliers konnte man vieles über die unterschiedlichsten Techniken und  Herstellung der Kunstwerke erfahren. Frau Lux bewies eine bemerkenswerte Ausdauer. Einfach auf die Webseite schauen oder meine Empfehlung selbst mit dem Fahrrad vorbeischauen. Kaffee und Eis beendeten dem tollen Besuch des Werkhofes Wolfsruh. Ab Großwoltersdorf ging weiter auf einem separaten Radweg nach Menz. Der Radweg vom Abzweig Zernikow nach Menz ist in einem Schlechten Zustand, die Wurzel bemächtigen sich immer mehr des Radweges. Aber ich bin sicher es ist nur eine Frage der Zeit, dann wird auch dieser Teil des Stechlinsee-Radweges neu gestaltet. Eie sehr schöne Rundtour mit vielen Eindrücken

 

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.