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3.01 Wellness-Tour 1

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1.Tag Menz-Rheinsberg-Zippelsförde-Krangen-Molchow-Neuruppin
Tourlänge  40 Km
2.Tag Neuruppin-Stendenitz-Boltenmühle-Binenwalde-Rheinsberg-Menz
Tourlänge  42 Km


Tourbeschreibung
Streckenverlauf 1.Tag
Streckenverlauf 2.Tag
Bilder
Karte 1.Tag
Karte 2.Tag
Ergänzungen

Tourbeschreibung

Fahrrad und Wellness, Fahrrad und Neuruppin, Fahrrad und Fontane Therme, Fahrrad und 4 Sterne Hotel, damit ist alles zur Tour gesagt.
Das Hotel „Resort Mark Brandenburg“ mit der Fontane Therme war unser Ziel. Auf dem Seen-Kultur-Radweg, über Rheinsberg, mit Zwischenstopp in Molchow, Mittagessen im Cafe Malech, nach Neuruppin.
Hotel und Therme
Einchecken, das Zimmer in Beschlag nehmen, Balkon mit herrlichen Blick auf den Ruppiner See, Sonnenschein. Die Fahrräder stehen in der Tiefgarage, in Reih und Glied mit den Luxuskarossen, ein interessanter Anblick. Bademantel über geschwungen und ab in die Therme, Hotel und Therme sind durch einen gläsernen Gang verbunden. Schwimmbecken, Solebecken, Saunalandschaft mit originellen Ruhebereichen (Bibliothek, Zelt im Wüstensand) und natürlich die berühmte Seesauna. Nach dem Saunagang kann man direkt im den Ruppinersee springen. Tolles Erlebnis. Die Therme ist sehr zu empfehlen: ausgefallene Aufgüsse, im Bistro Seeblick kann man im Bademantel sitzend, gemütlich essen und trinken, im Solebecken bei lauschiger Musik und Schwerelosigkeit lässt es sich herrlich entspannen. Auch ein großer Fitnessbereich kann gegen Bezahlung genutzt werden.
Zum Hotel gehören zwei Restaurants, in der großen Vorhalle finden interessante Konzerte statt (bei einem anderen Aufenthalt im Hotel, wohnten wir ein Konzert der amerikanischen Sängerin Mckinley Black bei), auch andere Veranstaltungen, wie zum Beispiel der Weihnachtsmarkt, auf dem Vorplatz zum Ruppiner See hin, ziehen immer wieder viele Besucher an.
Die Stadt
Für einen Stadtbummel ist die Lage ideal, nach einigen Metern ist man in der Siechenstraße, eine mittelalterliche Gasse mit dem einstigen Siechenhospital von 1490, das Up Hus von 1692 mit malerischem Hof und die Siechenhauskapelle St. Laurentius. Dieses idyllische Ensemble gehört zu den wenigen Teilen von Neuruppin, die den Stadtbrand von 1787 überstanden. Die Sehenswürdigkeitendie sich meistens in der Innenstadt befinden, lassen sich alle, ohne Probleme zu Fuß erkunden. Bitte nutzen sie den Link zur Webseite der Stadt Neuruppin, hier sind die Highlifes der Stadt sehr schön beschrieben. Neu dazu gekommen ist das Stadtmuseum Neuruppin, das im Januar 2015 neu eröffnet wurde. Im Museum wird ausführlich an die beiden großen Söhne der Stadt, an Karl Friedrich Schinkel und Theodor Fontane erinnert, auch die berühmten Neuruppiner Bilderbögen werden umfassend gewürdigt. Besonders empfehlen möchte ich den Tempelgarten, ein toller Park, der an die Zeit erinnert, als Friedrich II sich in Neuruppin aufhielt.
Viele Gaststätten, Cafes, Eisdielen lassen den Stadtbummel zu einem Erlebnis werden.
Das Cafe Kontor, direkt am Ruppiner See, ist mein Favorit, Kaffee und Torten vom feinsten, ein Besuch lohnt. Das Cafe liegt etwas außerhalb der Innenstadt, der Spaziergang über die Seepromenade, Regattastraße und Uferweg ist leicht zu bewältigen und wenn nicht, wir sind ja mit dem Radel da. Wer mit dem Fahrrad Richtung Wustrau fährt, kommt auf jeden Fall vorbei.
Bei einem abendlichen Bummel durch die Altstadt, zum Weinhaus am Neuen Markt, mit Bedienung über die Straße, oder das idyllische Up-Hus, mit Hotel und Restaurant, lassen schnell ein Gefühl von südländischem Flair aufkommen.
Der zweite Tag
Am zweiten Tag stand ein  erneuter Besuch der Therme an. Zum Abschluss unseres Neuruppinaufenthaltes, nahmen wir ein Angebot des Hotels an und buchten eine Bootstour. Mit dem Motorboot (das Boot, der Kapitän, meine Frau und ich) ging die Tour bis nach Alt- Ruppin, herrlicher Blick vom Rhin, auf die Alt-Ruppiner Kirche. Neuruppin ist immer eine Reise wert, mit oder ohne Fahrrad.
Wer preisgünstiger übernachten möchte, also auf den „Gläsernen Gang“ verzichten kann, das Hotel „Up-Hus“ ist nur einen Katzensprung von der Therme entfernt und bietet auch etwas besonderes, auf dem Weg zum Zimmer muss man die Siechenhauskapelle passieren.
Der Rückweg verlief etwas anders, wir wählten den Weg über Boltenmühle (da die Ausflugsgaststätte auch noch das Ziel von zwei anderen Touren ist, nur soviel: man sitzt sehr gut, hat einen schönen Ausblick auf den Tornowsee und selbst wenn ein Bus mit Senioren ankommt, stört es nicht allzu sehr), Bienenwalde, Zühlen und Rheinsberg. Eine Zweitagestour geht zu ende, sehr schön.

Streckenverlauf
Start und Ziel: Menz Infotafeln vor dem NaturParkHaus

Tourlänge 82 Km (1. Tag 40 Km; 2. Tag  42 Km)

1. Tag 

  • Menz-Rheinsberg-Zippelsförde-Molchow 25 Km
    Wir benutzen von Menz bis Neuruppin den Seen-Kultur-Radweg, er ist durchgehend ausgeschildert, separat und asphaltiert, also beste Bedingungen. Stellenweise kann man von einer Radautobahn sprechen. Bis Rheinsberg benutzen wir den altbekannten, mehrfach beschriebenen Radweg. In Rheinsberg, immer geradeaus bis zum Haupteingang des Schlosses, hier links abbiegen, kurz hinter der Kanuausleihstation (die Kanutour von Rheinsberg bis Zippelsförde, auf dem Rheinsberger Rhin, ist sehr zu empfehlen), bitte links abbiegen (gut ausgeschildert – Richtung Neuruppin), danach fahren wir parallel zum Rheinsberger Rhin. Wer möchte kann einen kleinen Abstecher nach Zechow machen. In Rheinshagen lohnt es sich ein paar Meter weiter als der Radweg zu fahren, direkt an der Rhinbrücke befindet sich ein Rastplatz und einige Infotafeln. Danach weiter auf dem Radweg bis Zippelsförde, hier befinden sich sehr schön angelegte Fischzuchtteiche, Angeln für jedermann ist möglich. Wer eine Pause einlegen möchte, das Ladengeschäft ist bestens gerüstet, Geträke und Fischereiimbiss laden dazu ein. In Zippelsförde ist auch der Abzweig nach Lindow, doch dazu in einer anderen Tour. Der letzte Abschnitt bis zum Zwischenstopp ist abwechslungsreich, Wald und Felder, Krangen lassen wir rechts liegen (kleiner Hinweiß, in der Mitte von Krangen befindet sich eine Schinkel-Kirche), kurz danach ereichen wir Molchow, Zwischenstopp und Mittagessen im Cafe Malech. Molchow ist ein typisches Runddorf, auf dem Dorfplatz befindet sich ein hölzerner Glockenturm (von weiten vermutet man eine alte Windmühle – was natürlich Unsinn ist, mitten im Dorf), aus der Info-Tafel, erfährt man mehr zur Geschichte des Molchower Glockenturms.
  • Molchow-Neuruppin 15 Km
    Vom Dorfplatz geradeaus zur Rhinbrücke, schöne Aussicht. Geradeaus weiter (Anstieg) bis zur Kreuzung, hier links ab (ist alles ausgeschildert). Auf dem weiteren Weg lassen wir Queste, Neumühle, Alt Ruppin links liegen (ist natürlich alles individuell zu gestalten) und erreichen die Bundesstraße B 167. Nach 4 Km auf separaten Radweg, ereichen wir unser Ziel Hotel “ Resort Mark Brandenburg„. Innerhalb von Neuruppin ist der Weg zum Hotel durch Hinweisschilder gekennzeichnet.

2. Tag

  • Neuruppin-Boltenmühle
    Bis zum Abzweig nach Molchow benutzen wir den selben Weg, wie beim Hinweg, doch an der schon erwähnten Kreuzung fahren wir geradeaus weiter. Wir folgen den sehr guten Radweg (er ist von Neumühle bis Stendenitz als N2 ausgeschildert) bis Stendenitz, hier gibt es die Möglichkeit in der Waldschenke einzukehren und das Waldmuseum zu besuchen. In Stendenitz endet der Radweg. Über eine Kopfsteinplasterstraße kommen wir zur Försterei Rottstiel und zum Campingplatz am Rottstielfließ, unterwegs sieht man den Rottstielfließ (Kanal zwischen dem Zermützelsee und dem Tornowsee, von Neuruppin nach Boltenmühle besteht eine Schiffsverbindung, man kann Radtour und Schifffahrt kombinieren) durch die Bäume schimmern. Auf dem Camping Platz kann ein Bistro genutzt werden, die zum Campingplatz gehörende Badestelle ist gut für eine Erfrischung unterwegs geeignet. Kurz hinter dem Campingplatz verlassen wir die Landstraße nach Tornow und fahren rechts auf dem Fontanewanderweg weiter, er lässt sich gut mit dem Rad befahren und ist auch landschaftlich super, direkt am Ufer des Tornowsees entlang. Nach 4 Km ist die Ausflugsgaststätte Boltenmühle erreicht. Sehr schön und wir haben super gespeist, mehr zu dieser Idylle bei den anderen Toure nach Boltenmühle.
  • Boltenmühle-Bienenwalde-Zühlen-Rheinsberg-Menz
    Weiter geht’s, der Mühlteich bleibt rechter Hand liegen, nach 50 m auf der Landstraße, biegen wir rechts ab, nach Binenwalde, entlang am Binenbach (ist als Wanderweg ausgeschildert). Dieses kurze Teilstück nach Binenwalde, ist eines der schönsten Abschnitte im Ruppiner Land, dichter, dunkler Buchenwald und immer wieder der Binenbach, der sich im tiefen Bett seinen Weg sucht. Vorsicht steile Wegstellen!!! Am schönen Kalksee angekommen, sehen wir als erstes den Badestrand (letzte Gelegenheit vor Menz, in einem sauberen See zu baden), nach kurzer Zeit erreichen wir den Ort Binenwalde. Von der Dorfstraße hat man einen schönen Blick auf den Kalksee, das Gasthaus Hacker ist ein unbedingtes Muss, im Biergarten mit Festsaal und alten Baumbestand, fühlt man sich um Hundert Jahre zurück versetzt. Meine letzte Erinnerung an diesen Biergarten geht 40 Jahre zurück, als ich hier mit Freunden auf einer Wanderung, Domino spielte und Streuselkuchen aß. Ein großer Gutshof, das Sabinendenkmal, das Sabinenfest, die Legende von der Liebesbeziehung zwischen FriedrichII und der Försterstocher, vervollständigen das Bild von Binenwalde. Um nach Rheinsberg zu kommen gibt es einige Möglichkeiten,unsere Entscheidung, ist sicher nicht der einfachste Weg. Mitten im Ort biegt rechts eine Kopfsteinpflasterstraße mit mächtigen Anstieg ab, schieben ist angesagt. Nach 2,5 Km Kopfstein erreichen wir die Landstraße nach Zühlen, ohne Halt in Zühlen, geht es weiter nach Rheinsberg (ab Zühlen guter,asphaltierter, separater Radweg) und dann wieder, auf den schon bei der Hinfahrt genutzten Radweg nach Menz. Am Ziel.

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Ergänzungen

Die Fußgänger- Radbrücke in Molchow ist zur Zeit nicht zu benutzen.
Hier geht es zu einem Zeitungsartikel in der Märkischen Allgemeinen.
Voraussichtliche Neueröffnung Frühjahr 2020.

– ——->Link

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