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1.20 Mirow

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Menz-Strasen-Canow-Mirow-Schwarz-Rheinsberg-Menz
Tourlänge 80 Km


Tourbeschreibung  Streckenverlauf  Bilder  Karte  Diverses

Tourbeschreibung
Heute geht es nach Mirow, in die Stadt der zwei Schlösser – Auf den Spuren der 3 Königinnen. Doch, wie so oft im Leben, zuerst die Anstrengung, also der Schweiß, und dann das Schöne, schön einkehren und die Schloss Insel Mirow erkunden. Na gut, etwas anders als im normalen Leben ist es doch, anschließend kommt wieder das Tal der Mühen, denn der Rückweg, trotz anderer Streckenführung, ist genau so lang wie der Hinweg. Doch genug des Vorwortes, mit seinen Abschweifungen. Auf altbekannten Radwegen geht die Tour über Dagow, Strasen, Canow, bis zur ersten Pause an der Diemitzer Schleuse. Die Gaststätte „Zum Biber“ im Biber-Ferienhof, ist ein guter Ort zur Einkehr, oder um sich nur auszuruhen und auf die Toilette zu gehen.

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Gaststätte „Zum Biber“

Bei der Weiterfahrt kurzer Halt auf der Brücke, über den Müritz-Havel-Kanal, man hat einen freien Blick auf die Schleuse. In beiden Richtungen lange Warteschlangen, der unterschiedlichsten Bootstypen. Wer nicht auf die Schleuse angewiesen ist, hat es einfacher. Weiter geht es Richtung Mirow, immer dem Mecklenburgischen Seenradweg folgend, nach 2 Km ist die Fleether Mühle erreicht. Von der herrlichen Anlage (so wie sie bis 1945 bestand) Gutshof, Nebengebäude, Getreidemühle, Sägewerk, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Kriegsschäden wurden nur teilweise beseitigt, und der Rest fiel 2001 einer Brandstiftung zum Opfer, siehe auch Geschichte der Fleether Mühle. Mit meinen Freund Heinz D. (einem Mühlen-Fan), haben wir in den 80er Jahren das Sägewerk besichtigt, und waren von den Wasser angetriebenen zwei Gattern begeistert, die Getreidemühle, war schon lange, zu einem Mischfutterwerk umgebaut worden. Heute ist von der Mühle und dem Sägewerk nur noch ein Steinhaufen zu sehen, dafür sind hier einige touristische Einrichtungen entstanden: Gastronomie (Biergarten, Livemusik, Kino), Unterkünfte, Bootsverleih und, was es alles so gibt, „Workshop für Kanu-bau“.
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Alles was von der Fleether Mühle blieb

Außerdem ist die Fleether Mühle eine Umtragestelle für die Wassersportler (der Oberbeck  verbindet den Rätzsee und den Vilzsee).
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Beim Umtragen – viele Hände packen zu

Weiter geht es über eine holprige Straße nach Peetsch (Dorf mit Heimatstube und Landhotel). Für die letzten 4 Km bis Mirow können wir einen separaten Radweg nutzen. In Mirow angekommen fahren wir direkt zur Schloss Insel. Mittagszeit, Einkehr in der „Alten Schlossbrauerei„, Mittag essen im alten Gewölbe des Restaurants, bei besseren Wetter hätte man auch die Terrasse, direkt am Mirower See nutzen können. Zur „Alten Schlossbrauerei“ gehören ein Hotel, das schon erwähnte Restaurant und der Mirower Ritterkeller (der 300 Jahre alte Eiskeller der Stadt Mirow), nach Erzählungen von Bekannten, Erlebnis Gastronomie vom Feinsten, besonders für größere Gruppen zu empfehlen. Danach Erkundung der Mirower Schloss Insel, zu diesem einzigartigen Ensemble gehören das Schloss, das ehemalige Küchen- und Kavaliershaus (heute 3 Königinnen Palais, und in Stil und Größe vom Schloss kaum zu unterscheiden, sehr schönes Cafe mit Terrasse mit Blick zum See), die Johanniter Kirche (vom Turm der Kirche hat man einen tollen Blick auf den See und die Stadt), der Eiskeller, das Torhaus, die Liebesinsel und die Schlossscheune.
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Blick vom Turm der Johanniter Kirche in Mirow

Außerdem das Untere Schloss, nicht direkt auf der Insel gelegen (hier wurde 1744 Sophie Charlotte geboren, die spätere Königin von England), es wurde lange als Schulgebäude genutzt und steht heute zum Verkauf. Siehe auch Historischer Rundgang auf der Mirower Schlossinsel.

Zum Schluss noch ein Wort zu den 3 Königinnen, die Prinzessin Sophie Charlotte, spätere Königin von England wurde schon erwähnt, doch auch ihre beiden Nichten, Luise und Friederike (beide in Hannover geboren), wurden durch Heirat zu Königinnen. Luise, als Gemahlin von Friedrich Wilhelm, zur Königin von Preußen und ihre Schwester Friederike, in dritter Ehe zur Königin von Hannover. Besonders Luise war im Volke sehr beliebt, viele Mythen und Legenden (Treffen mit Napoleon in Tilsit) trugen dazu bei. Ihre Schönheit und Anmut hat Johann Gottfried Schadow in der Skulptur „Prinzessinnengruppe“ eindrucksvoll dargestellt. Sie kann in der Alten Nationalgalerie besichtigt werden. Die Heimfahrt beginnt über abenteuerliche Wege (Zuckersand, Zuckersand), nach Schwarz (die Gemeinde Schwarz gehört zum Amt Röbel-Müritz). Schwarz ein Dorf mit vielen Steinen, der Findlingsgarten vor der Kirche, ist immer einen Besuch wert. Man erfährt viele Details über die letzte Eiszeit und auch woher die vielen Findlinge in unserer Heimat herkommen. Wer mehr erfahren möchte, unbedingt die Heimatstube, auf der anderen Straßenseite besuchen, Eintrit frei. Steine mit Millionen Jahre alten Fossilien, Gegenstände aus dem Alltag, längs vergangener Zeiten und Einblicke in das historische, dörfliche Schulwesen, lassen den Besuch, zu einer interessanten Begegnung mit der Geschichte werden.

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Findlingsgarten Schwarz

Weiter geht es nach Diemitz. Diemitz ist ein Ortsteil von Mirow. Ein kleines Dorf mit einigen touristischen Einrichtungen (Ferienhäuser, Landschulheim und Gastronomie), liegt direkt am Vilzsee, der für Bootstouristen sehr gut über den Havel-Müritz-Kanal und den Mirow-Kanal zu erreichen ist. Aber auch die beiden Klarwasser-Seen, Großer Wumm- und Twernsee befinden sich in unmittelbarer Nachtbarschaft (die Landzunge zwischen beiden Seen mit dem Fahrrad zu befahren , ist ein Erlebnis der besondern Art). Doch zurück zum Dorf. Die Töpferei von  Frank Verchau, neben der ehemaligen Dorfschule, ist ein Höhepunkt der Tour und sollte unbedingt besucht werden. Eine riesige Auslage vor dem Haus, lässt schnell erkennen, dass neben der Keramik für den Alltag, die griechische Mythologie, die Spezialität des Keramikers ist. Zu jeder Vase mit einem Motiv aus diesem Umfeld kann er außerdem eine Geschichte erzählen, in so einer Art und Weise, dass man unweigerliche, in den Bann der Geschichte gezogen wird.

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Töpferei Diemitz

Danach wird der Rest des Heimweges, über Luhme, Zechlinerhütte (Kaffee und Kuchen im Gartenlokal Seeblick), Rheinsberg nach Menz, zurück gelegt.

Streckenverlauf
Start und Ziel: Menz Infotafeln, vor dem NaturParkHaus
Tourlänge  80 Km

  • Menz-Dagow-Großmenow-Strasen-Canow-Diemitzer Schleuse 25 Km
    Kurz zu den ausgeschilderten Radwegen, die wir bis Mirow benutzen: bis Dagow den Stechlinsee Radweg, danach benutzen wir den Radfernweg Berlin-Kopenhagen bis 3 Km vor Canow, kurz hinter dem Trünnen See, hier biegt der Radfernweg Berlin-Kopenhagen nach Norden ab, weiter geht es über den Mecklenburgischen Seenradweg bis Mirow.
    Von Menz bis zur Ortsverbindungsstraße Steinförde-Großmenow, benutzen wir einen separaten, asphaltierten Radweg, auf dieser wenig befahrenden Straße geht es weiter bis Strasen. Die Strecke bis Canow, ist ein naturbelassender, anspruchsvoller Radweg (Vorsicht, steile unübersichtliche Stellen). Bis zu Diemitzer Schleuse geht es dann wieder über eine Landstraße. In den Orten Strasen, Canow gibt es einige Möglichkeiten zur Einkehr, oder wie schon beschrieben, wartet man bis „Zum Bieber“
  • Diemitzer Schleuse-Fleether Mühle-Peetsch-Mirow 15 Km
    Von der Diemitzer Schleuse, geht es weiter, über Fleether Mühle nach Peetsch. Wir nutzen eine Landstraße, asphaltiert aber in keinem guten Zustand. Ab Peetsch haben wir wieder einen separaten, asphaltierten Radweg. Immer der Ausschilderung „Mecklenburger Seenradweg“ folgend.
  • Mirow-Schwarz-Diemitz 12 Km
    Für die Rücktour nach Schwarz, benutzen wir nicht die Landstraße über Strasow, sondern benutzen Wald- und Feldwege über den Mirower Vorholm. Immer der Ausschilderung nach Schwarz folgend. Landschaftlich ist die Strecke super, doch anfangs muss man einige Tücken meistern, Zuckersand, Zuckersand. Wenn gar nichts mehr geht, einfach schieben. Ab der Hohen Brücke geht es dann über gut befahrbare Waldwege. Links und rechts Seen, über den Mirow-Kanal und dichter Wald- sehr schön. In Schwarz gibt nicht nur Steine und Heimatstube, sondern auch Gastronomie, ein kleiner Lebensmittelladen mit Imbiss und natürlich auch verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten. Ab Schwarz schöner Radweg mit Steigungen, vorbei an einigen Seen, Campingplätzen, einer Jugendherberge und Kanu-Ausleih-Stationen, also Urlaub an der Mecklenburgischen Seenplatte pur.
  • Diemitz-Luhme-Zechlinerhütte-Rheinsberg-Menz 28 Km
    Von Diemitz bis Luhme benutzen wir einen neugebauten Wirtschaftsweg (Formsteine), der sich ganz eng über eine Landzunge zwischen den Rochowsee und den Giesenschlagsee hindurch schlängelt. Ab Luhme die Landstraße nach Zechlinerhütte, Verkehr hält sich in Grenzen. Bis Rheinsberg, und weiter nach Menz, geht es über die schon öfters beschriebenen Radwege.

Bilder


Diverses

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