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Radfahren, Ostsee und die Bernsteinküste

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1.Tag
Trassenheide-Karlshagen-Peenemünde-Frees/Fähre-Kröslin-Wolgast-Ückeritz/Zug
Tourlänge: 45 Km
2.Tag
Ückeritz-Pudagla-Neppermin-Benz-Bansin-Ückeritz
Tourlänge: 30 Km
3.Tag
Trassenheide-Krummin-Neuendorf-Zinnowitz-Trassenheide
Tourlänge: 35 Km

Die Radtour fand am 12.06. bis 15.06.2020 statt.


1. Tag
Immer wieder Usedom, Kurzurlaub auf dem Naturcampingplatz Ückeritz. Ein Bungalow neben der Gaststätte „Dünnenhaus“ war für 3 Nächte unsere Unterkunft. Am zweiten Tag stand die erste Radtour an, Wolgast war unser Ziel. Aber nicht der einfache Weg, ein Schlenker über Peenemünde und Freest sollte es schon sein, dafür aber auf der Rücktour, von Wolgast nach Ückeritz, mit dem Zug. Direkt vor unserem Quartier verläuft der Küstenradweg über die gesamte Länge des Campingplatzes (ca. 6 Km). Da er auch gleichzeitig die einzige Straße innerhalb des Campingplatzes ist, Achtung: Lieferverkehr, PKWs, Radfahrer, Fußgänger und spielende Kinder, lassen leicht brenzlige Situationen entstehen. Nach dem Verlassen des Campingplatzes geht es gleich zur Sache, es wird bergig, und bergig bleibt es bis nach Koserow, danach wird es flach und stellenweise radelt man auf dem Deich. Kölpinsee, Koserow, Zempin, Zinnowitz, Trassenheide, Karlshagen und Peenemünde, alles beliebte Urlaubsorte, die wie auf einer Perlenkette aufgefädelt an der Ostseeküste liegen, werden von uns  durchquert. Nur ab und zu kleinere Pausen, zur kurzen Rast oder an besonders schönen Ausblicke. All diese Orte habe ich auch schon in anderen Beiträgen ausgiebige beschrieben und sind  unter dem Schlagwort Bernsteinküste aufgelistet. In Peenemünde angekommen warten wir auf die Fähre mit der wir nach Freest übersetzen. Bevor wir in die Fähre steigen einige Infos zur bisherigen Wegstrecke und was so links und rechts des Radweges interessantes zu entdecken gibt.
Als erstes ein paar Worte zum schon erwähnten Naturcampingplatz Ückeritz. Obwohl er um 3 Km verkürzt wurde, immer noch gewaltig. Es gibt eine Vielfalt  gastronomischer Einrichtungen, von der Großgaststätte mit DDR-Charme über einer Fischgaststätte direkt am Haupteingang zum Strand, bis zur Beachbar mit Livemusik. Einige Einkaufsmöglichkeiten, Fahrradausleihe und eine typische Ostseekonzertmuschel für viele Veranstaltungen stehen ebenfalls zur Verfügung.

Beachbar in Ückeritz

Der Strand ist wunderbar, selbst wenn wir in Ückeritz eine Unterkunft haben fahren wir mit dem Fahrrad zu unsern  FKK, den wir schon seit 30 Jahren kennen. Und wenn man schon dort ist, ist es nur noch ein kleines Stückchen bis Bansin um etwas Kaiserbäderluft einzuatmen. Aber auch das Achterwasser hat seine Reize, egal ob man von Ückeritz oder Kölpinsee nach Loddin fährt, ein Abstecher mit dem Fahrrad lohnt sich immer, Kikis Bootsverleih ist eine gute Adresse, Grillparty mit Livemusik, ein gelungener Abend.
Nachdem der Streckelsberg (58 m hoch) bezwungen ist, erwartet uns Koserow, mit seinen historischen Salzhütten und frisch geräucherten Fisch.
Genug der Plackerei ab jetzt schnurgerade aus auf dem Deich. An der schmalsten Stelle von Usedom  hat man einen schönen Blick auf Lüttenort, hier befindet sich das ehemalige Atelier von Otto Niemeyer-Holstein. Es wird jetzt als Museum genutzt.  Ich war begeistert, es ist unheimlich viel über den Künstler zu erfahren, neben vielen Werken ist auch ein Doku-Film über ihn zu sehen. Daumen hoch, ein unbedingtes Muss für jeden Kunstfreund. Wie in einigen Inselorten ist auch in Zempin ein neuer Eingang mi Promenade zum Strand entstanden. Aber genau wie Zinnowitz hat auch Zempin zwei Gesichter, die Ostsee und das Achterwasser, wer genügend Zeit hat, bei einem Abstecher zum Achterwasser lässt sich einiges interessante entdecken. So jetzt muss ich mich kurz fassen, denn die Fähre legt gleich ab.
Zinnowitz hat alles was ein Ostseebad haben muss. Was mir gut gefällt, ist das   Hotel „Baltic“, nicht die klotzige Architektur, nein, der Pub mit allabendlicher Livemusik und die Wellnessmöglichkeiten, mit der Meerwasserschwimmhalle, sind es woran ich mich gerne erinnere. Schnell sind wir in Trassenheide, hier habe ich in der Dünenwald-Klinik 3 angenehme Wochen verbracht. Ohne Stopp in Karlshagen erreichen wir Peenemünde, die Zeit drängt, die Museen, mit U-Boot und Raketen müssen ein andermal herhalten.

Fischrestaurant „An der Waterkant“

Und schon sind wir mitten in der Peene-Mündung und das Fischerdorf Freest erwartet uns. Freest ist ein Fischerdorf wie man es sich vorstellt, der Hafen mit den kleinen Fischkuttern, Netze die zum trocknen aufgestellt sind, die Luft ist schwanger mit Duft nach frisch geräucherten Fisch. Unser spezielles Ziel ist das Fischrestaurant „An der Waterkant“, ein uriger historischer Gasthof. Auch auf die Heimatstube möchte hinweisen, doch dazu mehr am Ende des Beitrages. Alle waren mit ihrer Wahl auf der Speisekarte zufrieden. Das Mittagessen wurde zünftig mit Fischers Geist beendet. Immer wieder Freest, immer wieder „An der  Waterkant“.
Weiter geht es Richtung Wolgast. Der Radweg ist nicht so aufregend, doch beim ersten Stopp in Kröslin wir es spannend. Bei der Besichtigung der Kirche fiel mir besonders der Altarteppich auf. Dieser Teppich ist in den Jahren 1947 und 1948 von von drei Fischerfrauen aus Freest gewebt worden. Er ist der größte und bekannteste der Pommerschen Fischerteppichen. Da der Pastor der Gemeinde Kröslin zufällig in der Kirche war, entstand ein interessantes Gespräch, in dem der Teppich  eine  wichtige Rolle inne hatte.
Hier ein Link zum Foto des Altarteppiches

2. Tag

3. Tag


Zempin und Zinnowitz

Heimatmuseum Freest

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