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Kleine Rhinluchtour

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Hallo Akki,

nach unserem letzten Treffen bei Gerd habe ich gleich mal nach „deiner Seite „ gegoogelt.
Ohne ins Detail zu gehen – sie spricht mich inhaltlich sehr an , sie spricht mir aus dem Herzen…
Deine Reiseberichte aus dem Nordbrandenburgischen (Ruppiner Schweiz) und dem Südmecklenburgischen ( Seenplatte) finden in mir einen echten Fan.
Je älter ich werde und je mehr eigene Touren ich (wir-Karin natürlich als Mecklenburgerin)
in diesen Gegenden mache , desto mehr wachsen sie mir ans Herz, so als wäre ich dort geboren.
Großen Anteil daran haben sicher die langjährigen Treffen in Menz zum Herrentag oder das Wandern.
Nun bin ich nicht so der Schreiberling, aber ich werde den weiteren Verlauf der Seite verfolgen.

Kleine Radtour durchs Rhinluch am 30.08.2014 mit Karin :

Streckenverlauf :
Kremmen–Linumhorst-Alte Rhinbrücke–Wustrau mit Badehalt am Ruppiner See- Altfriesack-Radensleben-Wall-Beetz Sommerfeld-Kremmen 
Tourenlänge :
ca. 45 km, flacher Streckenverlauf, meistens auf separaten Radwegen.

Der Sommer geht gefühlt langsam zu Ende, der Bewegungsdrang und der Aufenthalt in der Natur führten zu dieser kleiner Tour durchs Kremmener/Ferbelliner Rhinluch.
Mit dem Zug nach Kremmen , dort nach einem Abstecher ins Scheunenviertel (hier wurde gerade das Erntefest vorbereitet) weiter an der B273 in Richtung Staffelde bis hinter „Orion“ zum Abzweig nach Ferbellin. (alternativ auch weiter bis Staffelde und dann über das fußballverrückte Flatow in Richtung Linumhorst). Hier auf der Landesstraße an Feldern und einzelnen Höfen vorbei bis zum Abzweig rechts nach Linumhorst.
Hier fährt man auf der „Baumallee des Jahres 2011“ unter Ahorn und Eschen und zur Zeit an erntereifen Holundersträuchern entlang, vorbei an Feuchtwiesen, Meliorationsgräben gemütlich bis zur Luchsiedlung Linumhorst. Mögliche Begleiter können Milan, Bussard, Graureiher und jetzt natürlich auch ganz sicher der Kranich sein.
Hinter Linumhorst wird die Straße etwas abenteuerlich und nach der alten Rhinbrücke befährt man eingewachsenes Kopfsteinpflaster bis zum Abzweig nach Ziethenhorst.
Die alte Rhinbrücke lädt zum Verweilen ein , der Blick auf den alten Rhin regt zum Träumen an , dem garantiert anwesenden Angler kann man beim Hobby zusehen oder man macht es wie Karin, legt sich ins Gras, lauscht den natürlichen Geräuschen und vergisst für einen Moment den Alltag.
Auf dem Weg Richtung Wustrau kann man alternativ nach Ziethenhorst links abbiegen, um dann weiter auf anderen Wegen durchs Luch zu fahren bis hin zum Besuch von Hakenberg oder dem bekannten Storchendorf Linum.
Kurz vor Wustrau lädt ein Wanderrastplatz am Wustrauer Rhinarm zur Pause ein.
Fazit bis dahin, viel Ruhe auf den Wegen, schöne Blicke über das weite offene Luchgebiet, immer wieder unterbrochen von Hecken, Baumalleen und auch steinernden Zeugnissen der ehemaligen DDR-Landwirtschaftsproduktion, wie Betonsiloanlagen, Plattenwege, offene Rindermelkstationen.
Geblieben sind vereinzelte Kuhherden, jetzt eher trifft man Pferde und auch Schafe.
In Wustrau ein Abstecher zum Gutsschloß mit Park oder zur Dorfkirche und einem schönen bebäumten Badestrand am südlichen Ruppiner See. Ein Bad im See tat sehr gut, trotz kühler Außentemperatur (Wir waren nicht die einzigen…).
Weiter geht es auf dem Radweg, entlang der Landesstraße nach Altfriesack.
Hier überquert man den Rhinkanal auf einer alte Zugbrücke und gelangt rechter Hand zum Fischer. Dort lädt eine tollt Fischkarte zur Essensrast in unmittelbarer Nähe an Angelteichen ein.
In Altfriesack besteht auch die Möglichkeit zur Paddelboottour in Richtung Bütz auf dem Rhin oder durch die Schleuse zum Ruppiner See, von dem man einen Erste-Reihe-Blick auf das Wustrauer Gutsschloß hat.
Alternativ kann man ab Wustrau auf westlichen Seeseite auf einem tollen Radweg unter alten Alleebäumen und ab Altfriesack auf der östlichen Seite auf ruhiger Straße, Neuruppin erreichen.
Wir haben uns dann hinter dem Dorf gleich rechts (Hundepension) in den Wald geschlagen, um in Richtung Wall zu fahren. Hier war es beschwerlich auf durchwühltem Sandweg, welchen wir dann laufend hinter uns ließen. Steinpilze am Wegesrand lenkten aber von der Schwere des Weges ab. Dann öffnete sich der Wald und weiter ging es auf den typischen zweispurigen Betonplattenweg links haltend durch Luchwiesen bis wir auf den gepflasterten Weg von Pabsttum-Wall gelangten. Unweit davon begleitet parallel die Bahnstrecke Neuruppin-Kremmen den Weg.
In Wall, einem langgezogenen Straßendorf, früher ein großer Landwirtschaftsort, heute mit mehreren Reitställen und moderner Golfanlage für Jedermann (so die Werbung) wollten wir Rast in der Luchgaststätte „ Zur grauen Gans“, einem schon lange bekannten Ausflugsziel für Berliner, machen…aber geschlossen, ein neuer Pächter wird gesucht.
Schade, hier kann man von der Terrasse aus so wunderbar über das Luch schauen. Vielleicht demnächst wieder ..?
Über Beetz ( hat einen Bäckerladen, auf dem man direkt zufährt), dem kleinen Spargeldorf, seiner barocken Fachwerkkirche mit Holzturm weiter auf dem Radweg entlang der Landesstraße nach Sommerfeld (Weinscheune) und dann zurück nach Kremmen.
Dort überquert man wieder den Rhinkanal (Gaststätte mit preisgünstigen Schnitzelgerichten zu Spargel oder Pfifferlingen) und kann dann das historische Luchstädtchen beäugen.
Das anfänglich erwähnte Scheunenviertel lädt ebenfalls zur Rast und zum Schnöckern ein, Biker mit ihren heißen „Öfen“ sind dort Dauergäste bzw. in einer Scheune ansässig.
Zurück dann mit dem Zug, der einem stündlich in Richtung Berlin oder Neuruppin bringt.
Erwähnt sei noch die Möglichkeit von Draisinenfahrten am Wochenende ab ehemaligen Stellwerk in Richtung Germendorf.

So, nun enden meine bescheidenen Ausführungen, freue mich auf eine neue Tour in „unserer“ Gegend, viele Grüße an Angelika und den Menzer Rest und auch an Arno

Heiko
….. weiter so !

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