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Radfahren, Netzeband und die Kleine Kirche

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Sommertheater Netzeband, seit  Jahren fester Bestandteil meiner „To do liste“, jedes Jahr ein neuer Flyer und  Beträge in der lokalen Presse. Aber jetzt, Tickets für die vorletzte Aufführung gekauft, die letzte am Samstag war leider ausverkauft. Leider aus dem Grunde, am Samstag findet auch ein Dorffest, der Natur- und Kunstmarkt statt, und als Abschluss der Theatersaison ein Jazz-Konzert. Doch dazu später.
Zwei Stunden vor Beginn der Aufführung trafen wir in Netzeband ein. Also genügend Zeit für einen Dorfrundgang und die  Temnitzkirche, mit ihrer  interessanten Kunst-Galerie zu besichtigen. Auch ein Imbiss  davor durfte nicht fehlen: Knacker vom Hofladen „homemade“ aus der Nähe von Wittstock, sehr empfehlenswert. Der Dorfrundgang hatte einiges zu bieten, schön restaurierte Gebäude mit den dazu gehörenden Grundstücken. Besonders angetan waren wir von den „Märkischen Höfe“, der Weitblick hinter den Pferdeställen einfach umwerfend.

Blick von den Märkischen Höfen

20.30 Uhr, der dritte Gong ist verklungen, der Geizige betritt die Openair Bühne und los geht das Spektakel. Synchrontheater: Die Darsteller tragen Masken der Text und die Musik kommen aus den Lautsprechern. Und jetzt beginnt  die Synchronisation, Gestik und Bewegung muss mit dem Text und der Musik eine Einheit bilden. Ich fand die Aufführung perfekt, sie hat sehr viel Spaß gemacht, besonders auch die Tanzeinlagen mit schmissiger Musik. Ein gelungener Theaterabend.

Theatersommer-Netzebander

Am nächsten Morgen zu Hause am Frühstückstisch die spontane Entscheidung: Anrufen, Unterkunft in Netzeband bestellen und hinfahren. Die Wahl zur Unterkunft fiel auf die Pension „Zur alten Schule“. Gutes Preis – Leistungsverhältnis, auch das Frühstück ist gut. Und wichtig, nur ein paar Schritte von der Temnitzkirche entfernt. Eingecheckt und ab ins Getümmel, keineswegs, die Anzahl der Stände ist übersichtlich. Die Händler und Künstler haben Zeit für Gespräche, hier eine lockere Aufzählung der Kommunikation: die Imkerei Rümenapf aus Rägelin, die Hobby -Malerin aus Frankendorf mit den tollen Aquarellen, der Holzkünsler, der live den Kopf mit Maske des Geizigen fertigt, der Stand des Verein Kleine Kirche Darsikow e. V, ein wahnsinnig Kreativer aus dem Ort, der sein selbstgebautes Kinderkarussell präsentierte, auf einem Betonmischer wurde ein Brett mit links und rechts angebundenen Campingstühlen installiert. Ohne Drosselung der Geschwindigkeit, so kam es wie es kommen musste, beim Erststart flog ein Kind im hohen Bogen vom Karussell, wahnsinnig viel Glück. Doch der Konstrukteur ließ sich nicht beirren, die Show ging weiter.

Kinderkarussell auf dem Natur- und Kunstmarkt in Netzeband

Die Frauen vom Verein der Kleinen Kirche hatten viel von ihrer Arbeit im Verein zu erzählen. So war es nur ein kleiner Schritt bis wir auf unseren Fahrrädern saßen und zur Kirche fuhren um mit eigenen Augen die entstandene Kirche zu betrachten. Wir waren begeistert. Außen, Innen, die Aquarelle von Dr. Hans-Peter Jacobsen, die 6 Betten auf dem Dachboden. Die Außensitzplätze, die sich sehr gut für ein Picknick eigneten, die Ruhe. Wir kommen bestimmt wieder, vielleicht im Zuge einer längeren Radtour.

Die Kleine Kirche in Darsikow

Wieder zurück in Netzeband, stand uns ein langer Abend bevor. Nach dem Beifall für die letzte Aufführung des Theatersommers 2018 dauerte es noch einige Zeit bis das Jazzkonzert begann. Eine Feuershow vor der Temnitzkirche, die Vorstellung der Darsteller vom „Der Geizige“, sehr interessant sie ohne Maske zu sehen, der Netzebandring wurde an den Hauptdarsteller, von „Der Geizige“ vergeben, die Regisseurin Christine Hofer wurde nach drei Jahren, zu einem neuen Arrangement verabschiedet und zu guter letzt wurde der neue, alte Leiter des Theatersommers, Frank Matthus begrüßt. Hier ein Link zum Saisonabschluss des Sommertheaters Netzeband 2018  in der lokalen Presse.
Dann endlich Live-Musik,  Jazz  von der „The Woodshedding Company“ aus Berlin-Neuköln, junge Musiker die erfrischend aufspielten. Durch ihre Sängerin, die als Jugendliche Darstellerin in Netzeband war, gab es eine besondere Beziehung der Band zum Auftrittsort

Lange nach Mitternacht der kurze Heimweg zu unserer Pension. Der nächste Morgen hatte noch eine Überraschung für uns bereit.
9.00 Uhr das schon erwähnte gute Frühstück. Wir saßen gemeinsam mit einem Pärchen aus Kirchmöser bei Brandenburg an Tisch, gleiche Alter, gleich Interesse für Radtouren und alles was damit so zusammenhängt und schon entspann sich ein lockeres Gespräch. Irgendwann kam auch Menz auf den Gesprächstisch: Speziell eine Episode als das RBB-Fernsehteam mit der Sendung „Der Sonne entgegen“ in Menz weilte. Ganz kurz zum Inhalt, ein Interviewpartner bekommt spontan und sofort die Gelegenheit ins Auto zu steigen um zum Flughafen Schönefeld gefahren zu werden. Um dann der Sonne entgegen zu fliegen und eine Woche kostenlos Urlaub zu machen. Die Frau aus Kirchmöser, die gerade das Naturparkhaus in Menz besuchte, war die Glückliche, sie durfte eine Woche nach Griechenland fliegen. Aber nicht genug des Zufalls, meine Frau wurde ebenfalls interviewt und hatte ihre Bereitschaft für die spontane Urlaubswoche kundgetan. Aber leider nicht gewonnen. In beiden Familien existiert das Video der Sendung. Aus dem Zufall heraus, dass hier zwei Kandidatinnen der Sendung am Frühstückstisch sitzen ergab sich ein großes Hallo und viel Redebedarf.
Ein ereignisreiches Wochenende ging zu Ende, von dem tolle Erinnerungen bleiben. Die Radtour zur „Kleinen Kirche“ hatte eine Länge von  12 Km. Eines der schönsten Wochenenden des Sommers 2018.

 

 

 

 

 

 

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