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11. Menzer Radtour

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1.Tag
Menz-Fürstenberg/H.-Himmelpfort-Lychen-Annenwalde-Templin
2.Tag
Templin-Hammelspring-Vogelsang-Burgwall-Seilershof-Zernikow-Menz
Tourlänge 1.Tag: 65 Km
Tourlänge 2.Tag: 55 Km
Die 11. Menzer Radtour fand am 16.08. bis 17.08.2020. Juni 2020 statt.


 

1.Tag

Die 11. Menzer Radtour, die erste Menzer Radtour mit Übernachtung, nach Templin. Eine neue Herausforderung die eine besondere Planung und Vorbereitung bedurfte. Am 19.07. bis 20.07.20 wurde die Tour allein von mir durchgeführt und getestet, um so  zu verhindern, dass es bei der 11. Menzer Radtour Überraschungen gibt. So zu sagen ein Testlauf. Die Überraschung stand am 11.08.2020 in der Gransee Zeitung: Vollsperrung des Weihnachtsmann Radweges zwischen Himmelpfort und Lychen.
Siehe meinen Beitrag bei „Dies und Das“ zu diesem Thema. —-> mehr erfahren
Der Artikel war nicht vielversprechend, keine Ausschilderung der Umleitung und der Hinweis, dass eine Karte mit der eingetragenen Umleitung aus dem Internet herunter geladen werden kann, sagt noch nichts über den Zustand der Umleitung. Meine Vermutung Zuckersand ohne Ende. Also ein Ortstermin musste her. Ich fand alles so vor wie in der Zeitung beschrieben und auch meine Vermutung zum Zustand der Umleitung traf zu. Nach einem Gespräch mit einem Bauarbeiter nutzte ich den Radweg  trotz Absperrung wie geplant und kam wohlbehalten in Lychen an.
Am 16.08.20 Start der 11. Menzer Radtour, 9 Teilnehmer hatten sich eingefunden, 2 weitere stießen in Fürstenberg/H. dazu. Die Hotelzimmer waren gebucht, die Platzreservierung fürs Mittagessen in Annenwalde im Landgasthof Kleine Schorfheide war getan, das Wetter vielleicht ein paar Grad zu viel. Auf den wohlbekannten Radwegen ging es über Fürstenberg/H. nach Himmelpfort. Einer der wohlbekannten Radwegen ist die Tour Brandenburg, er begleitete uns bis zum Kirchlein im Grünen in Alt Placht. Die Ausschilderung und der Zustand ist sehr gut, er verläuft komplett separat. Nach einer kurzen Trinkpause in Himmelpfort und der Überquerung der Wurl standen wir vor dem gesperrten Weihnachtsmannradweg, aber wir wussten ja bescheid und ließen uns von der Absperrung nicht abhalten. In Lychen Kaffeepause, Kaffee und Kuchen vom Bäcker am Markt auf die Hand. Weiter ging es Richtung Templin, Boxenstopp an den ehemaligen Heilanstalten Hohenlychen. Es geht voran einige Gebäude sind rekonstruiert, viele Wohnungen und ein Bistro sind entstanden. Allgemeiner Plausch zum Thema Hohenlychen. Wer noch mehr erfahren möchte im Internet gibt es viele Beiträge und Videos. Danach beginnt einer meiner Lieblingsradwege, super Belag, breit, immer leicht bergab und mit wechselnder Kulisse. Viel Wald, Wiesen und die Partie am Plakowsee einfach herrlich. Und wenn das Wetter noch passt, Herz was willst du mehr. Dann kann auch eine Reifenpanne die Stimmung nicht trüben. Das Kirchlein im Grünen immer wieder ein Erlebnis.

Ab Alt Placht verließen wir den Radweg Tour Brandenburg. Bis zur Landesstraße L31 fuhren wir auf einem recycelten Waldweg, der auch als Zufahrt für Autos zur Kirche genutzt wird. Doch Achtung – entsprechend der Wetterlage kann die Zuckersandfalle zuschnappen. Densow erreichten wir über die L31, also kein Radweg. In Densow bogen wir links nach Annenwalde ab. Eine 100järige Lindenallee erfreut jeden Naturliebhaber, zumal es die Allee des Jahres 2012 war.

Lindenallee zwischen Densow und Annenwalde

Angekommen in Annenwalde, erstes beschauen des Ortes, zum Mittagessen im Landgasthof Kleine Schorfheide ist noch etwas Zeit. Die Dorfkirche, eine nach dem Vorbild der von F. Schinkel gebauten Kirche in Nakel, war unser erstes Ziel. Immer wieder beeindruckend das Offene, Helle, die Lichtdurchflutung, eben eine Schinkel-Kirche die begeistert.   Siehe auch die Schinkelkirche in Krangen die wir während der   2. Menzer Radtour besuchten.

Die Glashütte war leider geschlossen aber auf dem Vorplatz sind einige Glaskunstwerke zu besichtigen. So schön wie die Präsentation im Internet anzusehen ist, alles ist im Fluss, alles hat seine Zeit, nach 20 Jahre ist erstmal Schluss. Die Neuen melden sich. Hier geht es zur Information. Der Verein Glashütte hat in den 20 Jahren sehr viel bewegt und geschaffen: Annenwalde hat wieder eine Glashütte, der Gutspark wurde mit großem Aufwand neu gestaltet und in einen Skulpturenpark umgestaltet. Ein Weinberg wurde angelegt, der nördlichste Weinberg in Brandenburg, direkt am Südhang des Densowsee. Der Hang gehört zum Grundstück des ehemaligen Jagtgutes, welches 1946 komplett abbrannte. An gleicher Stelle steht heute ein Wohnhaus, so zu sagen das Neue Gutshaus.
Mittagessen im Landgasthof Kleine Schorfheide, die reservierten Plätze befanden sich an einer Tafel im Biergarten. Alle waren mit dem Essen sehr zufrieden. Höchste Punktzahl und eine Empfehlung. Danach fuhren wir zum Skulpturenpark, alle Teilnehmer der Radtour waren begeistert: Die Symbiose zwischen Natur, Skulpturen, Literatur und den Ausblicken auf den Densowsee ist einfach begeisternd. Hier kann man beim betrachten der Kunstwerke (Werner Max Kothe) oder beim lesen der Gedichte (Erna Taege-Röhnisch) die Seele baumeln lassen. Abschließend möchte ich auf die neu renovierten Häuser der Glashüttenarbeiter hinweisen, absolute Blickfänger, tolle Farbgestaltung und was ich wichtig finde, mit etwas Phantasie kann man sich um 200 Jahre zurück versetzt fühlen.
Doch es wird Zeit, schließlich sind es noch ein paar Kilometer bis Templin.
Bestimmt wäre noch mehr zu berichten, Urlaub auf dem Reiterhof, ein Hofladen, das ehemalige Vorwerk des Gutes mit einem Holzkünstler und andere Künstler in Annenwalde ….
Unser Weg führt uns über Beutel nach Röddelin, zweite Badepause im Röddelinsee. Was für eine Erfrischung. Ab Röddelin können wir einen separaten Radweg bis Templin nutzen. Nach 60 Km haben wir unser Tagesziel, das Grani-Hotel erreicht. Nach dem Einchecken treffen wir uns in der nahen Beachbar am Templiner See, denn der Tag ist noch lang.
Nach dem Abendimbiss ein gemeinsamer Rundgang an der Stadtmauer
Die Stadtmauer ist komplett erhalten und hat eine Länge von 1735 Metern,  erstaunlich, dass sie nach rund 700 Jahren noch so vor uns steht.
Der Mauerring umschließt den mittelalterlichen Stadtkern. Mit den drei weithin sichtbaren Stadttoren besitzt Templin die wohl am schönsten mittelalterliche Stadtbefestigung im norddeutschen Raum. Durch die in regelmäßigen Abständen erbauten Wiekhäuser erreicht Templin den Eindruck besonders vieler Türme. Entlang der liebevoll sanierten Wehranlage mit den drei gotischen Backsteintoren, zwei Türmen und 47 Wiekhäusern lässt es sich wundervoll spazieren. 
Nach dem wunderbaren Abendspaziergang, nochmalige Einkehr in der Beachbar. Bei Cocktails und Bier klingt der Tag in gemütlicher Runde aus.
Doch irgendwann freuten wir uns auf unsere Betten. 

Bilder 1.Tag

2.Tag
Tag zwei unserer Radtour hat begonnen, nach dem Frühstück, Aufbruch und  Start zur Rücktour nach Menz. Als  Rücktour ist eine komplett  andere Streckenführung ausgewählt worden. Über Hammelspring, Burgwall, Dannenwalde und Zernikow erreichen wir unseren Ausgangspunkt, Menz.
Kleine Verzögerung, die zweite Reifenpanne wird festgestellt, insgesamt hatten wir drei Reifenpannen. Also los geht’s, noch einmal durch die historische Altstadt und das Berliner Tor, Richtung Zehdenick. Ein gut ausgebauter, asphaltierter Radweg parallel zur Bundesstraße 109 lässt uns zügig voran kommen. Die Strecke zwischen Templin und Zehdenick ist ein Teilstück der Radtouren „Historische Stadtkerne“ Route 1 Vorbei am Eingang zur Westernstadt El Dorado erreichen wir Hammelspring. Foto Stopp am Hugenotten-Haus, ein Fachwerkhaus, dass aus einem desolaten Zustand, sehr gut restauriert wurde.

Über Neuhof erreichen wir Burgwall. In Neuhof schauen wir auf den Kaiserbahnhof, der von privater Hand toll restauriert wurde. Noch kurze Hinweise zur Strecke: Man hätte schon in Vogelsang einen Waldweg nach Burgwall nutzen können, er ist zwar ausgeschildert aber schlecht zu befahren, viel Zuckersand. Also über Neuhof,  wir nutzten die  Landesstraße die L214, also kein Radweg, erst ab Marienthal bis Menz können wir wieder Radwege nutzen. 
Nach 6,5 Km erreichen wir Burgwall. Über 30°C, eine Badepause muss her, nach mühseligen Suchen und einem entscheidenden Tipp, finden wir ganz in der Nähe von Burgwall unseren Badesee, ein absoluter Geheimtipp, den
Burgwaller Waldsee. Siehe 11.Menzer Radtour Karte 2. Tag. Der Name ist etwas trügerisch es ist  kein natürlicher See, er entstand als Abbaugrube für Ton und Kies. Nach dieser Erfrischung Mittagessen im Gasthaus & Pension „Zur Fähre“. Haben einen sehr schöne Platz im Biergarten, mit Blick auf die Havel bekommen. Auch für dieses Gasthaus eine Empfehlung, alle Tourteilnehmer waren sehr zufrieden. Von Burgwall bis Abzweig Dannenwalde fahren wir auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen. Auf unseren Restweg passieren wir zwei Herrenhäuser, in Wentow und Zernikow, ein weiteres liegt in unmittelbarer Nähe in Dannenwalde.
Nach 55 Km erreichen wir Menz, die erste Menzer Radtour mit Übernachtung geht zu ende, sie hat allen viel Spaß gemacht. Im nächsten Jahr 2021 sollten wir mindesten eine folgen lasse.

Bilder 2.Tag

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