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4. Menzer Radtour

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Start zur 4. Menzer Radtour.

Diesmal ist Wesenberg, die Perle der Mecklenburgischen Kleinseenplatte, unser Ziel. 10 Teilnehmer haben sich am Friedensplatz eingefunden, in Strasen stoßen 5 weitere Radfahrer dazu. Ideale Wetterbedingungen, Plätze zum Mittagessen in Wesenberg waren bestellt, der Weg war bekannt, also beste Voraussetzungen für eine schöne Tour. Doch die Tücken liegen im Detail, doch dazu später. Der erste Teil der Tour verlief perfekt. Über den „Täve Schur Radweg“ ging es bis Dagow, hier kurzer Hinweiß auf den historischen Friedhof „Meta’s Ruh“, keine Besichtigung. Danach über den sehr schönen und abwechslungsreichen Radweg (er ist Bestandteil des Radfernweges „Berlin-Kopenhagen“) erreichen wir die Ortsverbindungsstraße zwischen Steinförde und Strasen. Kurzer Blick auf die Aktivitäten der Havel-Schleuse und auf den Biergarten des Restaurants „Zum Löwen“. Allgemeine Zustimmung er ist ein guter Platz für Kaffee und Kuchen. Über wenig befahrende Landstraßen geht es Richtung Ahrensberg. Kurz vor dem Ort kurzer Abstecher zur Hausbrücke und dem Fischer Imbiss. Die Hausbrücke Ahrensberg ist die letzte erhaltende Hausbrücke in Mecklenburg-Vorpommern, sie befindet sich in einem sehr guten Zustand. Einige nutzten den Fischerimbiss für ein zweites Frühstück, andere ergingen sich über Sinn und zweck von Hausbrücken: die hauptsächliche Erklärung war – der Brückenbelag wird geschützt, also nicht so teuer im Unterhalt und bei schlechten Witterungsbedingungen eine Unterstellmöglichkeit für Mensch und Tier und die voll beladenden Wagen.

Blick von der Hausbrücke auf den Fischerimbiss

In Ahrensberg kurze Pause an der Fachwerkkirche, deren Inneres zur Zeit komplett saniert wird. Mit den Handwerkern kurz ins Gespräch gekommen, auch zum unsichtbaren Gut Ahrensberg. In der Gaststätte „Alte Schmiede“ war schon der Grill für Schwein und Pute in Gange, vielleicht auch einmal ein Ziel für „Satt und Gut“. Gut in der Zeit liegend erreichen wir Wesenberg. Auch von Ahrensberg bis Wesenberg benutzen wir die Landstraße. Vor dem Mittagessen im Gaststätte „Fuchs“, kleine Stadtbesichtigung: der kleine Markt mit dem Rathaus, die St.-Marien-Kirche mit der Röder-Orgel und der 600 Jahre alten Linde davor und dem Kino von 1930/1931. Das Kino ist aktuell in Betrieb, toll für so einen kleinen Ort. Mehr zu Wesenberg und den hier angeführten Sehenswürdigkeiten finden sie im Beitrag „1.18 Wesenberg“ hier auf der Webseite.

Kino in Wesenberg

Nach dem Mittagessen steht die Besichtigung der Burg auf dem Programm, das Heimatmuseum, das Fischereimuseum, eine Fotoausstellung, Mecklenburgischen Landschaften und die Besteigung des Fangelturms. Auf dem Fangelturm hatten wir eine herrliche Aussicht und viel Spaß.
Danach Aufbruch Richtung Heimat, altbekannter Radweg, den ich schon einige Male benutzt hatte, also no problemo, dachte ich, doch es kam etwas anders. Zuerst fiel auf, dass der angenommene Radweg ohne Pflege war, kein mähen, so dass er fast zugewachsen war. Auch die Ausschilderung fehlte. Doch dann kam noch mein Fehler dazu, ich verwechselte Drosedow und Neu Drosedow. Neu Drosedow oder besser Gut Drosedow, Konzertort der Festspiele MV, wäre richtig und der kurze Weg nach Seewalde, doch ich entschied ich mich für Drosedow, das Dorf mit dem Schloss. Nach beschwerlichen Weg, mit viel Zuckersand und einem ziemlichen Umweg kamen wir auch in Seewalde an. Ab hier nutzten wir die Landstraße, jetzt mit Ausschilderung für alle Fernradwege. In Strassen kehrten wir „Zum Löwen“ ein, Kaffee und Kuchen, mehr als verdient. Über Groß Menow, Dagow erreichten wir Menz . Die Länge der Tour betrug rund 72 Km, nicht zuletzt durch den selbst verschuldeten Umweg .

Die Sache mit dem falsch gewählten Weg und den dadurch resultierenden Umweg lies mir keine Ruhe. Mit dem Auto fuhr ich die entscheidenden Punkte an. Die Verantwortlichen für diesen Abschnitt der Radwege in MV haben es sich einfach gemacht, die landschaftlich reizvolle Strecke zwischen Wesenberg und Neu Canow wurde zum Wanderweg um gewidmet und der Radweg wurde auf die Landstraße  zwischen Wesenberg und Seewalde verlegt. Dasselbe trifft auch für einen kleinen Abschnitt kurz vor Strasen zu auch hier wurde der Radweg über Wustrow auf eine Landstraße umgeleitet. Man spart Kosten für den Unterhalt der Radwege. Ist schade, Autos verlangen erhöhte Aufmerksamkeit und außerdem geht viel vom Reiß der Natur verloren.

Informationen zur veränderten Streckenführung der Fernradwege







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